Offener Projektwettbewerb, 2025 • Neubau von 35 Gemeindewohnungen in Rothenburg mit Gemeinschaftsräumen und Schaltzimmern • Holzbau, flexibles Grundrisskonzept
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Zeitgemässes Wohnen bedeutet flexible Anpassungsmöglichkeiten an verändernde Lebenssituationen. Neben dem bereits vielseitigen Wohnungsmix, müssen zukunftsfähige Wohnungen durch wenige und simple Eingriffe minimal-invasiv umstrukturierbar sein, um gesellschaftlichen Veränderungen Stand zu halten. Die Grundrissgestaltung schafft genau ein solches maximal-flexibles System.



Das Gebäude strebt einen möglichst minimalen CO2-Ausstoss für die Erstellung den Betrieb an. Hierbei spielen Suffizienz, Flexibilität, Effizienz und Erneuerbare Energien eine wichtige Rolle:
1. Die Wohnungen haben optimale Grössen und sind nicht überdimensioniert.
2. Durch das flexible Konzept sind Änderungen unterhaltsarm und kostengünstig ausführbar.
3. Die kompakte Gebäudekubatur vermeidet unnötige Energieverluste.
4. Der Gebäudestandard 2019.1 gekoppelt durch erneuerbare Energiequellen von Photovoltaik und Erdwärme ermöglichen ein zeitgemässes und zukunftsfähiges Gebäude.






Grundriss UG
Grundriss EG
Grundriss OG1
Grundriss OG2
Grundriss OG3
Grundriss OG4

Schnittansicht
Der Farbwechsel des Chamäleons dient in erster Linie nicht der Tarnung, sondern der Kommunikation. Auch die rot, weisse Holzfassade kommuniziert selbstbewusst mit seiner Umgebung, weckt Neugierde und greif ortsübliche Farbtöne auf.
Das horizontale Band strukturiert das Gebäude und gibt ihm, trotz vielseitiger Vor- und Rücksprünge, Stabilität. Je nach Rücksprung wird die Fassade situationsgerecht geöffnet oder geschlossen, um Privatsphäre zu generieren und sommerlicher Überhitzung entgegenzuwirken.


Die heterogene Baustruktur von Allmend ist bezeichnend für das gesamte Quartier und prägt das Bild der Gemeinde. Statt einem grossen Baustein, schaffen zwei Gebäude eine geschickte Eingliederung und fügen sich in die umgebende Bebauung harmonisch ein:
Der Fussabdruck der zwei Punkthäuser schafft die Vermittlung zwischen östlichen Riegelbauten und Mehrfamilienhäusern im Südosten. Die zwei Baukörper sind auf dem Baufeld so positioniert, das sie ideal die eingeschränkte Baugrenze ausnutzen. Gleichzeitig wird der Kaltluftstrom aus Nord/Nordwest begünstigt und wirkt der sommerlichen Überhitzung entgegen.
Die ortstypische Hochparterre bildet als Platz-Plateau einen geschützten Innenhof für die Bewohnner:innen, der die Gemeinschaft und den Austausch fördert.
Im Erdgeschoss sind alle öffentlichen Nutzungen untergebracht: Jeweils zum Platz ausgerichtet, befinden sich Gemeinschaftsräume sowie die Waschsalons, die die Gemeinschaft stärken und ein lebendiges Zentrum ermöglichen. An die nördlich gelegenen Velo- und Kinderwagenräume ist jeweils ein Hobbyraum angeordnet, der unabhängig angemietet werden kann. Das Hochparterre ermöglicht die Verortung von Wohnungen auf der Platz-abgewandten Gebäudeseite und garantiert gleichzeitig die Privatsphäre der Bewohner:innen.
In den anschliessenden 4.Obergeschossen befinden sich die reinen Wohnungsgeschosse, die im Staffelgeschoss ihren Abschluss finden. Im Untergeschoss ist die Tiefgarage mit Kellerräumen, Technikräumen sowie Schutzräumen untergebracht. Das Hochparterre ermöglicht hier eine natürliche Belüftung, wodurch keine Lüftungsanlage benötigt wird.
Bauherrschaft:
Kirchengemeinde Rothenburg
Bauingenieure:
-
Landschaftsplanung:
OK Landschaft
Fertigstellung:
-
Baugesamtfläche:
5.600 m2
Bilder:
CURA
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